Univ.-Prof. Dr. phil. Kordula Knaus
Raum: 5.254
Sprechstunde: nach Vereinbarung per Mail

Forschungsschwerpunkte
Kordula Knaus ist seit Oktober 2025 Professorin für Historische Musikwissenschaft an der TU Dortmund. Sie promovierte 2003 über Alban Bergs Lulu und war bis 2013 an der Universität Graz tätig. 2010 erfolgte ebendort die Habilitation mit einer Arbeit über gegengeschlechtliche Besetzungspraxis in der Barockoper. Von 2015 bis 2025 war sie Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Bayreuth. Forschungs- und Lehraufenthalte führten Sie zudem nach New York (2007) und Bologna (2013–2015). Sie leitet(e) DGF-geförderte Projekte zur Opera buffa im 18. Jahrhundert (2017–2020), zur Opernpraxis am Bayreuther Hof unter Markgräfin Wilhelmine (2021–2024) und zur Vermittlung Neuer Musik am Beginn des 20. Jahrhunderts (2025–2028).
Bücher:
Kordula Knaus, Musikgeschichte »Barock«, Kassel 2023 (Bärenreiter Studienbücher Musik 24).
Andrea Zedler, Lena van der Hoven und Kordula Knaus: Die Opera buffa in Europa. Verbreitungs- und Transformationsprozesse einer neuen Gattung (1740–1765), Bielefeld 2023.
Kordula Knaus, Männer als Ammen – Frauen als Liebhaber. Cross-gender Casting in der Oper 1600–1800, Stuttgart 2011 (Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft 69).
Kordula Knaus, Gezähmte Lulu. Alban Bergs Wedekind-Vertonung im Spannungsfeld von literarischer Ambition, Opernkonvention und „absoluter Musik“, Freiburg 2004 (Rombach Wissenschaften – Reihe Cultura 38).
Aufsätze:
Kordula Knaus, Communicating Atonal Music. Alban Berg as Lecturer and Dialogue Partner, in: Musicologica Austriaca: Journal for Austrian Music Studies (Feb. 23, 2024). Online verfügbar: https://www.musau.org/parts/neue-article-page/view/163.
Kordula Knaus und Andrea Zedler: Künstlerische (Un)Abhängigkeiten. Wilhelmine von Bayreuth und Friedrich II. von Preußen revisited, in: (Wahl-)Verwandtschaften: Gemeinschaftliches kulturelles Handeln, hg. von Maren Bagge, Christine Fornoff-Petrowski, Anna Ricke und Susanne Rode-Breymann, Köln 2025 (Musik – Kultur – Gender 21), 83–99.
Kordula Knaus, Eiertanz um „ewige Wahrheiten“. Alban Bergs ungeschriebene Replik auf Alfredo Casellas Scarlattiana-Artikel im Spannungsfeld national–international, in: Musik – Politik – Gesellschaft. Michael Walter zum 65. Geburtstag, hg. von Kordula Knaus und Susanne Kogler, Berlin 2023, 197–216.
Kordula Knaus, Beyoncé Lessons. Mediale Dispositionen gegenderter und rassifizierter Diskurse im Album Lemonade, in: Marginalisierungen – Ermächtigungen. Intersektionalität und Medialität im gegenwärtigen Musikbetrieb, hg. von Anke Charton, Björn Dornbusch und Kordula Knaus, Hildesheim 2019 (Jahrbuch Musik und Gender 12), 139–156.
Kordula Knaus, Zwischen Antihelden, Selbstmörderinnen und Liebesutopien. Figurenkonstellationen und Geschlechterverhältnisse, in: Puccini Handbuch, hg. von Richard Erkens, Stuttgart u.a. 2017, 183–194.
Kordula Knaus, Vom Exotismus des Germanischen auf der deutschsprachigen Wagner-Bühne bis 1945, in: Gefühlskraftwerke für Patrioten. Wagner und das Musiktheater zwischen Nationalismus und Globalisierung, hg. von Arne Stollberg, Ivana Rentsch und Anselm Gerhard, Würzburg 2017 (Thurnauer Schriften zum Musiktheater 26), 211–226. Leicht modifizierter Wiederabdruck in: „Den Ring muss ich haben“. Multiperspektivische Annäherungen an Richard Wagners Ring des Nibelungen, hg. von Reto Weiler, Würzburg 2022.
Kordula Knaus, Musikphilologisches Arbeiten nach der performativen Wende: Grundlagenforschung zu Baldassare Galuppis komischen Opern, in: Die Musikforschung 68/Nr. 3 (2015), 234–254
Eine vollständige Publikationsliste können Sie hier downloaden.
Forschungsschwerpunkte
- Italienische Oper
- Musik im frühen 20. Jahrhundert, insb. Alban Berg
- Genderforschung
- Kulturwissenschaftliche Ansätze in der Musikwissenschaft
