Veranstaltung
Der Dresdner Kapellmeister Johann David Heinichen (1683–1729) gehört zu den bedeutendsten Komponisten seiner Epoche. Seine Sonaten, Konzerte, Kantaten und Messen repräsentieren eine kosmopolitische Synthese aus traditionellen, polyphon geprägten Strukturen und dem modernen galanten Stil. Besondere Rezeption erfährt Heinichen primär als Musiktheoretiker: Sein Traktat „Der Generalbass in der Composition“ (1728) gilt als monumentales Standardwerk seiner Zeit. Jüngere Forschungsbefunde belegen zudem, dass Heinichens theoretische Schriften direkten Einfluss auf das Schaffen Johann Sebastian Bachs ausübten. Anlässlich des 300. Zum Jubiläum der Publikation im Jahr 2028 wird ein Projekt vom Lehrstuhl für Musiktheorie initiiert, um die Bedeutung Heinichens zu erforschen und breiter bekannt zu machen. Dazu gehören ein Kongress am Hansa Carré, ein Workshop zur historischen Aufführungspraxis und Analyse in Zusammenarbeit mit der Barock-Akademie Dortmund und dem Zentrum für alte Musik Köln (zamus) sowie ein Konzert mit dem Kammerorchester und dem Kammerchor der TUD an der Reinoldikirche im Zentrum Dortmunds in am 21., 22. und 23. Oktober 2027. Weitere Informationen dazu erfolgen.
