Die AREM-Symposien
AREM - das steht für “Archiving and Re-Performing Electroacoustic Music”. Das erste AREM-Symposium fand am 14. Dezember 2018 in Bayreuth statt und wird seitdem alle zwei Jahre von Miriam Akkermann organisiert. Die Symposien bringen somit regelmäßig Forscher*innen aus verschiedenen Fachgebieten und mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen, um Fragen zur Archivierung und Wiederaufführung von elektroakustischer Musik, Computermusik und digitalisierter Musik zu erörtern.
Denn die Arbeit im Bereich der elektroakustischen Musik und der frühen Computermusik sind unmittelbar mit den Herausforderungen verbunden, die durch sich rasch entwickelnde (digitale) Technologien entstehen. Diese Herausforderungen reichen von kurzen Lebenszyklen technischer Geräte über Kompatibilitätsprobleme zwischen verschiedenen Technologiegenerationen bis hinzu der Frage, wie eine dauerhafte Archivierung dieser Daten gewährleistet werden kann.
Zudem haben sich in der elektroakustischen Musik technische (digitale) Errungenschaften und künstlerische Ideen in enger Wechselbeziehung zueinander entwickelt. Wie können und sollten Kompositionen und Aufführungen elektroakustischer Musik dokumentiert, erhalten und/oder archiviert werden? Wer entscheidet darüber, was archiviert wird, und wer kümmert sich um die Pflege der Daten (und der Hardware), die Zugänglichkeit und die Kompatibilität? Welche Strategien und Ansätze wurden bereits verfolgt, auch im Hinblick auf die interdisziplinäre und methodologische Zusammenarbeit mit Musikwissenschaftlern, Musikpraktikern, Tontechnikern und Informatikern?
Save the Date: "Symposium on Archiving and Re-Performing Electroacoustic Music AREM 2026" am 27. & 28.11.2026
Die Archivierung von Musik unter Einsatz digitaler Technologien wird zu einer immer dringlicheren Aufgabe. Dies umfasst sowohl von vornherein digital vorliegende Quellen als auch digitalisierte Inhalte und gilt auch für Informationen, die in digitalen Repositorien gespeichert sind. Neben Herausforderungen wie der Bereitstellung und Wartung geeigneter Einrichtungen stellt sich vor allem die Frage, wie mit diesen digitalen Quellen umgegangen werden soll. Wie können sie strukturiert und klassifiziert werden, um den Zugang zu gewährleisten? Welche Rolle spielt es, „online zu sein“? Und wie lassen sich performative Aspekte in digitale Quellen integrieren?
Freitag, 09.10.2022; 14.00 - 17.30 Uhr
14.00 – 14.15 Uhr: virtuelles Ankommen
14.15 – 14.30 Uhr: Willkommen!
- Miriam Akkermann
14.30 – 16.00 Uhr: Strategies and Approaches (Session 1)
- Giulia Sarno: Connecting the dots: activation strategies for an archive of electronic music
- Hannah Bosma: Archiving STEIM
- Nausikaä El Mecky: The Danger of Uploading an Image - Some thoughts on the ephemeral eternity of digital archives
16.00 – 16.30 Uhr: Pause
16.30 – 18.00 Uhr: Data and Access (Session 2)
- David Lewis: Music Encoding and Linked Data: A flexible approach to sharing musical information online
- Sarah-Mai Dang: Situation Sources. On Research Data Management and Film History
Samstag, 10.12.2022; 9.15 - 12.45 Uhr
9.15 – 9.30 Uhr: virtuelles Ankommen
9.30 – 11.00 Uhr: Sources (Session 3)
- Serge Lemouton, Miller Puckette: Preventive restoration of early real-time repertoire pieces
- Mikako Mizuno: Archiving on text documentation and/or events information; multiple sources of Japanese electroacoustic pieces
- Andreas Münzmay: Data - algorithms - new insights? Digital heuristics in musicology
11.00 – 11.30 Uhr: Pause
11.30 – 12.30 Uhr: Dynamics (Session 4)
- Karin Lingnau: Aspects of collecting the immaterial and the speculative
- Annet Dekker: The tension between static documentation and dynamic art
12.30 Uhr: Abschluss & Verabschiedung
Die Archivierung von Musik unter Einsatz digitaler Technologien stellt Institutionen, Bibliotheken und Archive vor neue Herausforderungen, die von der Bereitstellung von Serverkapazitäten und der Wartung von Hard- und Software bis hin zu Fragen der Systematisierung der mittlerweile vielfältigen, teilweise digitalen Quellen reichen. Wie können und sollten diese neuen Quellen erhalten und archiviert werden? Wer wählt die Quellen aus, die gepflegt werden? Wer sorgt dafür, dass die archivierten Quellen zugänglich bleiben? Wie wird die Archivierung digitaler Medien durch rechtliche Fragen beeinflusst? Wie gehen andere Forschungsbereiche wie Medienwissenschaften, Filmwissenschaft oder Spielwissenschaft mit diesen Fragen um? Und in welchem Zusammenhang steht die Archivierung von Musik mit den neuen Entwicklungen im Bereich der digitalen Musikeditionen?
Im Rahmen des Symposiums fand ebenfalls der Workshop „Was müssen wir tun, um Musik zu archivieren?“ statt.
Eine nachhaltige Archivierung in diesem ganz besonderen Bereich der elektroakustischen Musik, der sich mit Objekten befasst, deren Originalquellen mehrere verschiedene Medienformate umfassen können, erfordert einen interdisziplinären Austausch. Der Workshop bietet eine erste Plattform für den Austausch zwischen den wichtigsten Akteuren, um ihre fachspezifischen Ideen und Ziele zu diskutieren, und kann als Ausgangspunkt für weitere Forschung dienen sowie letztlich neue Aktivitäten in diesem interdisziplinären Feld anregen.
Freitag, 23. Oktober 2020
10.00 – 10.15 Uhr: virtuelles Ankommen
10.15 – 10.30 Uhr: Willkommen!
- Miriam Akkermann, TU Dresden (GER)
10.30 – 12.00 Uhr: Libraries and Archives (Session 1)
- Serge Lemouton, IRCAM (F): The Electroacoustic Repertoire: Is there a Librarian?
- Barbara Wiermann, SLUB (GER): Gaps in memory? How do we archive electro-acoustic music in Germany?
- Anne Lauber-Rönsberg, TU Dresden (GER): Copyright Law Issues of Archiving and Re-performing Electro-Acoustic Music
12.00 – 14.00 Uhr: Pause
14.00 – 16.00 Uhr: Preservation strategies (Session 2)
- Kevin Dahan, DeMontfort University (GB): Towards Effective Preservation of Electroacoustic Music
- Tae Hong Park, NYU (USA): Towards Crowd-Sourced Curating, Archiving, and Preserving Electro-Acoustic Music
- Guillaume Boutard, University of Montreal (CAN): Prospecting for Digital Preservation of Electroacoustic and Mixed Music
16.00 – 16.30 Uhr: Pause
16.30 – 18.00 Uhr: Preserving and Re-Performing (Session 3)
- Seth Cluett, Colombia University (USA): Preserving In Place: Reconstructing the RCA Mark II
- Lucas Bennett, Basel University (CH): (Re-)Performing and Documenting Live Electronic Musik from the last 30 Years
Samstag, 24. Oktober 2020
10.00 – 10.30 Uhr: Willkommen!
10.30 – 12.30 Uhr: Projects and best practice (Session 4)
- Franziska Heller, Zürich University/Film University Babelsberg KONRAD WOLF (CH/GER): Film and archiving within digital cultures
- Bernhard Lutz, Bavarian State Library (GER): Long-term Archiving in the Specialised Information Service for Musicology (musiconn)
- Folkmar Hein, emerit. TU Berlin (GER): Statistics on Electroacustic Music
12.30 – 14.00 Uhr: Pause
14.00 – 16.00 Uhr: Workshop „What do we need to do to archive music?“
- Kurzstatements von Frédéric Dufeu, University of Huddersfield (GB), Andreas Münzmay, Paderborn University (GER), und Benjamin Bohl, Frankfurt University (GER), und Co-Workshop-Organisator Axel Berndt, CEMFI (GER).
- Der Workshop bestand aus einleitenden Beiträgen, gefolgt von einer strukturierten Diskussion und einer offenen Podiumsrunde mit allen Workshop-Teilnehmer*innen.
Programm
13.00 Uhr: Willkommen und Eröffnung
- Miriam Akkermann, Universität Bayreuth (GER)
13.30 – 14.30 Uhr: Re-performance / Re-construction (Panel 1)
- João Romão, MPI/HU Berlin (GER):
Music-technical labour: Kontakte’s realisation score as a cultural artefact. - Kevin Dahan, DeMontfort Universtiy Leicester (GB)
Reconstruction as preservation strategy
14.30 – 15.00 Uhr: Pause
15.00 – 16.30 Uhr: Preservation / Archiving (Panel 2)
- Hannah Bosma, (NL):
Preservation as performance: liveness, loss and viability in electroacoustic music - Laura Zattra, Konservatorium A. Boito, Parma/Konservatorium F. Venezze, Rovigo (I):
The Preservation of Electroacoustic Music Heritage throughout Italy - Serge Lemouton, IRCAM Paris (F):
Preservation strategies for the electroacoustic works from Ircam and other french national centers for musical creation
16.30 – 17.00 Uhr: Pause
17.00 – 18.30 Uhr: Archiving projects in progress (Panel 3)
- Julia Heimerdinger, Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien (AUT):
Digital collections in music research. An experience report - Martin Roth, Universität Leipzig (GER):
Play as Research: Establishing a (multilayered) research infrastructure for Japanese video games - Henrik von Coler, Technische Universität Berlin (GER):
The TU-Berlin Archive and the EMDoku – Use, Maintanance and Future
Mehr: https://web.archive.org/web/20201022202528/https://arem2018.medienwissenschaft.uni-bayreuth.de/


